The beginning and The end of LOMO

Der ganz große Vorteil der digitalen Fotografie ist der, dass man sofort nach Drücken des Auslösers von dem Ergebnis enttäuscht ist. Bei analoger Fotografie wartet man Tage, baut sich eine gewisse Vorfreude auf um dann relativ sanft auf den Boden der Tatsachen zurückgeworfen zu werden. Heute habe ich mich gefreut, ein paar analoge Lomobilder abzuholen. In die Lomographieausrüstung habe ich schon ein bisschen Herzblut reingesteckt. Und immer mal testweise nebenbei fotografiert. Ich glaub ich lass das wieder. Die Lomoaktionen für Photoshop kriegen den Effekt doch ein Stück cooler hin als das Original.

Aber die Erfahrung MUSSTE ich einfach machen. Einen gewissen Touch haben die Bilder - ganz klar, aber das ist den Stress dann doch nicht wert.



Ich war daher entsprechend enttäuscht und dachte mir - mach es wie die Frauen - geh Frustshoppen! Ein Schuhladen kam nicht in Frage, also blieb ich gleich dort beim Besier. Wolfgang sagte ja schliesslich gestern beim Spiel noch: wir brauchen ein zweites Einbein. Recht hat er. Also suchte ich mir ein Einbein raus und wollte den Verkäufer dann mal nach einem empfehlenswerten Stativkopf für das gute Stück fragen. So was ähnliches wie das 501er von Manfrotto sagte ich ihm. (Das hab ich auf meinem Dreibein) Doch der Verkäufer meinte, dass mache keinen Sinn. Es sei doch für die großen Kameras.



Und was ich überhaupt damit machen will, fragte er. Hochzeiten filmen. Aha. Mit was für einer Kamera denn? Mit der 5Dii. Achsoooo, meinte er. Also ein Fotograf der nebenbei ein bisschen Filmen will, verstehe. Nee, sagte ich, umgekehrt - ich bin Filmer der nebenbei ein bisschen fotografiert. Dann guckte er mich entgeistert an und zeigte mir einen kleinen Stativkopf den er mir kostenlos geben will zu dem Einbein. Ich will aber sowas wie den 501er, sagte ich. Aber hören Sie mal, sagte er, das macht keinen Sinn. Da braucht man doch 3 Hände um mit dem Kopf auf einem Einbein zu filmen. Als ich ihm dann davon gepredigt hatte, dass man doch neue Wege gehen muss um sich zu verbessern und überhaupt... da hatte er dann keine Lust mehr und verkaufte mir den Kopf. Und das Einbein.

Und am Samstag film ich den ganzen Tag damit. Und wehe er hat am Ende Recht!



Achja... Wenn jemand meine Lomokamera samt 8 Objektiven und Filmen gegen ein gebrauchtes Canon Fisheye o.ä. tauschen will, einfach melden ;-)

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4 replies | Antworten


  1. Christian schreibt am 09.07.2010, 00.20 Uhr

    Ich hab den 503HDV und stell mir das auf einem Einbein in der Tat etwas schwierig vor. Es gibt Einbeinstative mit einer leichten Stütze wie z.B. das 682B oder das 685B - da kann ich mir das Ganze eher vor stellen. Aber halte uns doch auf dem Laufenden - würde mich echt interessieren... ;)

    ...auf dass der Verkäufer unrecht haben möge :D

    Gruß Christian

  2. Konrad schreibt am 09.07.2010, 14.26 Uhr

    Das wird schon rocken, da bin ich mir sicher. Details dann am WE...

  3. Konrad schreibt am 11.07.2010, 01.36 Uhr

    Feedback: Ist beim ersten Einsatz schon zu meinem Stabilisierungstool Nummer 1 geworden!

  4. Manfred Kraus schreibt am 13.07.2010, 22.24 Uhr

    Weniger ist mehr. Entdecke die Einfachheit neu. Nimm einfach mal nur das unbedingt Notwendige mit. Back to the roots. Ich bin voll auf dem "Kamera + Stativ + (Funk)Mikro ist genug" - Trip.
    Volle Konzentration auf das Geschehen. Keine Ablenkung durch zu viel Technik. Jetzt macht's endlich wieder richtig Spass. In 2 Monaten denke ich bestimmt wieder anders. Aber egal.



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